Und wir haben selber Schokolade aus peruanischen Kakao-Bohnen hergestellt. Geröstet, und dann per Hand gemahlen bis wir eine flüssige Masse hatten. Dann Formen vorbereitet und mit verschiedenen Toppings verfeinert in Formen gegossen. Nach ein paar Stunden konnten wir die abgekühlte Schoki abholen und sie schmeckt superlecker... Mal sehen ob am Ende unsere Reise noch was übrig ist...
Der zweite Tag war einem kleinen Ausflug gewidmet: In Pizac, etwa 25 Kilometer entfernt, gibt es eine noch größere Inkastadt am Berg als Machu-Picchu. Den Weg dorthin haben wir mit dem Collectivo (Minibus) zurück gelegt. Dabei bekommt man mal wieder ein Gefühl dafür, wie unterschiedlich hier die Fahrpreise gestaltet werden. Für die Fahrt mit dem Taxi quer durch die Stadt haben wir etwa 1,80€ gezahlt. Von Cusco nach Pizac dann pro Person 1,20€. Die Taxifahrer in Pizac hingegen haben sich für die Touristen gemeinsam organisiert und das letzte Stück zur Ruine sollte knapp 4€ kosten. Die haben wir uns dann mit einem französischen Pärchen geteilt. So hat uns der ganz Trip hin und zurück knapp 11€ gekostet. Der Taxifahrer in Cusco hatte uns die gesamte Strecke für 30€ angeboten.
Der Strassenverkehr ist insgesamt recht gesittet, es wird verhältnismäßig wenig gehupt, wenn sind es die kleinen Taxis, die Touristen auf sich aufmerksam machen wollen. Aber gerade auf den Landstraßen kommt es schon mal zu spannenden Überholmanöver. Manchmal liegen auch einfach Steine vom Berg auf der Strasse und engen die Fahrspur auf ein Nichts ein... Oder der Fahrer nimmt gleich die Ideallinie um Schlaglöcher und Bodenwellen aus zu weichen, was streckenweise zum Linksverkehr führt. In den kleinen Ortschaften an der Strecke gibt aus auch immer ein/zwei Buckel in der Strasse um den Verkehr effektiv abuzubremsen. Leider haben die vielen älteren Busse und auch viele neuere Fahrzeuge ein erhebliches Abgasproblem. In den Strassen ist die Luft ganz schön schlecht und wenn so ein schwarz qualmendes Teil um die Ecke biegt, hält man lieber die Luft an.
Zurück zur Inka-Festung Pizac: Die ist nicht nur wegen ihrer Größe beeindruckend, sie vereint auch in den verschiedenen Abschnitten unterschiedliche Baustile der Mauern. Und mit der Landschaft drum herum sieht es auch noch wunderschön und beeindruckend aus.
Doch damit endet sich unser Reiseabschnitt in Cusco. Mittlerweile sitzen wir im Busterminal und warten auf unseren Nachtbus nach Arequipa. Das liegt ein ganzes Stück weiter Richtung Küste und wird uns nochmal zwei warme Tage bescheren (wir haben unsere Planung also geringfügig angepasst). Für den Rest unserer Reise war uns schon klar, das es kälter wird, aber es herrscht der kälteste Winter seit Jahren und ein Reisender aus der Gegenrichtung hat uns heute morgen beim Frühstück versichert, dass es wirklich kalt dort ist. In La Paz hat es gerade zum ersten Mal seit zehn Jahren geschneit...
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